Prothesen & Prothetik

Eine Prothese bezeichnet in der Medizin einen Ersatz von Gliedmaßen, Organen oder Organteilen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Gegenstände. Befindet sich die Prothese außerhalb des Körpers, spricht man von einer Exoprothese (wie z. B. bei künstlichen Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothese), andernfalls von einer Endoprothese oder einem Implantat.

 

Künstliche Hüftgelenke sind beispielsweise klassische Endoprothesen, gelten aber auch als ein Implantat. Das Besondere an dieser Art Implantat ist, dass es ein geschlossenes Implantat ist und vollständig von Körpergewebe umgeben ist (daher auch die vorsilbe "Endo"). Es gibt auch Prothesen, die sich nur teilweise im Körpergewebe befinden – die sogenannten offenen Implantate.

 

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Moderne Prothesentechnik

Während mit den ersten Prothesen die Funktionen des ursprünglichen Organs oder Körperteils kaum hinreichend ersetzt werden könnten, ermöglichen heute mikroprozessorgesteuerte Arm- oder Bein-Prothesen (C-Leg, Genium, Kenevo) komplexere Bewegung und sogar sportliche Betätigung.

 

Bei Armprothesen mit Greiffunktion – im Unterschied zu Schmuckprothesen, die lediglich eine kosmetische Wirkung haben – die der menschlichen Hand – im Unterschied zu funktionalen Greifern bzw. Hook-Prothesen – nachempfunden sind, besteht die Außenhaut heutiger handelsüblicher Prothesen aus PVC, welches robuster ist und der Haut mehr ähnelt als andere Stoffe, wie Holz, Leder oder Stahl. Bei Beinprothesen wird auch häufig eine Kosmetik aus Schaumstoff in Form des Körperteils geschliffenem und mit einem Kosmetikstrumpf übergezogen.

 

Die Kniegelenk-Unterschenkelkonstruktion besteht bei leichten Prothesen aus einem Rohrskelett. Dennoch kommen ältere Techniken noch zum Einsatz, in Abhängigkeit von der physischen und psychischen Befindlichkeit des Patienten. Nicht unberücksichtigt darf bei der Auswahl der Versorgung der Beruf und die Tätigkeit des Patienten bleiben, weil die Prothese auch berufsspezifischen Belastungen ausgesetzt sein kann. Ganz wichtig ist eine genaue Einstufung in die individuelle Mobilitätsklasse, um die geeigneten Komponenten für den Einzelfall auszuwählen.


Provisorische Prothesen

Bevor eine Prothese ihre endgültige, dem Patienten angepasste Gestalt erhält, wird eine vorläufige Prothese zur Anprobe erstellt, um gegebenenfalls kleinere Änderungen durchführen zu können. Erst nach dem Probelauf wird eine definitive Versorgung mit dem endgültigen kosmetischen Aussehen gefertigt.


Einteilung

Prothesen der unteren Extremität können je nach Amputationshöhe unterschieden werden. Fußprothesen für unterhalb des Sprunggelenkes Amputierte werden in der Regel ohne Gelenk ausgestattet, Unterschenkelprothesen für unterhalb des Knies Amputierte weisen außer dem Schaft ein Fußteil auf, welches entweder gelenkig oder elastisch oder teilelastisch gestaltet ist. Oberschenkelprothesen für oberhalb des Knies oder am Knie Amputierte werden zusätzlich mit einem Kniegelenk versehen. Das Kniegelenk kann unterschiedliche Funktionen aufweisen. Für Amputationen im Hüftgelenk oder im Becken werden sogenannte Hüftexartikulations Prothesen gefertigt die dann über unterhalb des angepassten Hüftkorbes noch über ein zusätzliches Hüftgelenk verfügen.

 

Armprothesen lassen sich ähnlich einteilen. Angefangen von einzelnen Fingerersatz, Handersatz, Unterarm und Oberarmprothesen bis zu Schulterersatzstücken.