Verletzungen und Verletzungsfolgen
Traumatische Schultergelenksluxation
Die Schulter ist das am häufigsten luxierende Gelenk. Hierbei kommt es oft zu einem Abriß des Labrum glenoidale inferius (Bankart-Läsion), des Tuberculum majus oder einer Impressionsfraktur des Humeruskopfes. Gefahr der Nervenläsion des Axillaris. Therapie: Reposition, Ruhigstellung, Desaultverband
Habituelle (rezidivierende) Schulterluxation
Der Ursprung ist in einem ersten kräftigen Trauma oder in einer Fehlbildung zu sehen. Beim An- und Auskleiden kann es schon zu einer Luxation kommen (Bagatellereignis), ohne besonderen Schmerz. Die Reposition ist sehr leicht und geschieht oft spontan. Spätfolgen können Abrissfraktur des Tuberculum majus, Lähmung des M. deltoideus, Adduktionskontraktur sowie eine Arthrose sein. Therapie: operativ, Orthese (Schulterluxationsbandage bzw. Spange)
Rotatorenmanschettenruptur
Beteiligte Muskeln sind Supra- und Infraspinatus, Subscapularis und Teres minor. Häufig durch ausgeprägte degenerative Vorschäden, seltener durch ein Trauma, kommt es zu einem Riß der Sehnen der Rotatorenmanschette. Bei ca. einem Drittel der älteren Menschen wird dieses bei einer Sektion festgestellt. Therapie: operativ, physikalische Anwendungen, Physiotherapie
Volkmann-Kontraktur
Diese auch als ischämische Muskelkontraktur bezeichnete Erkrankung kann schon nach einfachen Knochenbrüchen auftreten und kann durch einen zu engen Gips oder schlechter Reposition provoziert werden. Als Ursachen können Durchblutungsstörungen, nervale Störungen und Atrophien gesehen werden. Frakturen Humeruskopf, Humerusschaftfrakturen, Olecranon, Radiusköpchen, Radius, Ulna, Kahnbein
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