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Carepoint Thum & Wilharm oHG, Sanitätshaus und Orthopädietechnik Hamburg
Spondylolyse

Spondylolyse, Spondylolisthesis

Definition:
Spondylolyse:
Unterbrechung der Interartikularportion, Spondylolisthesis: Ventralverschiebung und Verkippung des kranialen Wirbels im erkrankten Segment (Wirbelgleiten nach vorn).

Die Spondylolysis, Spaltbildung im Wirbelbogen zwischen oberem und unterem Gelenkfortsatz (in der Inter-artikularportion). Kommt es bei doppelseitiger Bogenspalte zur Ver-schiebung des betreffenden Wirbels gegenüber dem darunterstehenden nach vorn, so spricht man von Spondylolisthesis. In seltenen Fällen wandert er über die ganze Fläche und kippt über die Vorderkante des darunterstehenden Wirbels ins Becken ab. Dieses nennt man dann Spondy-loptose.

Ätiologie ungeklärt, wahrscheinlich Kombination anlagebedingter und mechanisch ungünstiger Faktoren (Häufung bei bestimmten Sport und Berufsarten!).
Verschiebung ohne Defekt: Pseudospondylolisthese.
Meist beschwerdefrei. Schmerzen durch Wurzelkompression, Einklemmung der Dura, Irritation der Intervertebralgelenke oder segmentale Instabilität.

Klinisch:
vertiefte Lendenlordose, bei Kindern oft Lendenstrecksteife Röntgen Nachweis der Lyse durch Schrägaufnahmen.

Therapie:
abhängig von Beschwerden:
Konservativ: wie degenerative Lumbalgie, entlordorsierendes Mieder, Kunst-stoffkorsett im Sinne vom Hamburger Flexionskorsett oder Raney-Flexion-Jacket.

Ziel: Effiziente Stellungskorrektur der LWS durch Aufrichtung (Flexion) bis zu einer leichten Kyphosierung der LWS. Dadurch wird das Becken aufgerichtet, d.h. Verminderung des Kreuzbeinbasiswinkels.
Operativ: symptomatische Radikolyse, bei Instabilität Spondylodese mit Repositionsversuch.

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