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Carepoint Thum & Wilharm oHG, Sanitätshaus und Orthopädietechnik Hamburg
Prothesen & Prothetik

Eine Prothese bezeichnet in der Medizin den Ersatz von Gliedmaßen, Organen oder Organteilen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Produkte. Befindet sich die Prothese außerhalb des Körpers, spricht man von einer Exoprothese (wie z. B. bei künstlichen Gliedmaßen, Arm-, Bein- oder Handprothese), andernfalls von einer Endoprothese oder einem Implantat.
Künstliche Hüftgelenke sind beispielsweise klassische Endoprothesen, gelten aber auch als ein Implantat. Das Besondere an diesem Implantattyp ist, dass es ein geschlossenes Implantat ist und vollständig von Körpergewebe umgeben ist (daher auch die Bezeichnung "Endo-"). Es gibt auch Prothesen, die sind zu einem Teil im Körpergewebe und ragen zu einem anderen Teile aus dem Körpergewebe heraus, die so genannten offenen Implantate.

Totale Endoprothese Hüfte Implantat
©Linkhh.de

Wir sind sowohl mit Spezialversorgungen für Kinder als auch mit Mikroprozessor gesteuerten High-Tech Prothesen für Sportler vertraut.

Geschichte

Die ersten einfachen Prothesen für Gliedmaßen gab es schon 2000 v. Chr. in Ägypten. Ab dem Mittelalter verwendete man Prothesen aus Holz oder Eisen. Für die vielen verstümmelten Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges, die Gliedmaßen verloren hatten, wurden die ersten modernen Prothesen, die auch einfache Bewegungen ermöglichten, entwickelt.

Führende Chirurgen wie Ferdinand Sauerbruch oder Konrad Biesalski erfanden Prothesen wie den so genannten Sauerbruch-Arm oder die Fischer-Hand.

Moderne Prothesen

Während mit den ersten Prothesen kaum Funktionen des ursprünglichen Organs oder Körperteils hinreichend ersetzt wurden, ermöglichen heute mikroprozessorgesteuerte Arm- oder Bein-Prothesen (
C-Leg) komplexere Bewegungen und sportliche Betätigung.

C-Leg Otto Bock Prothesen Kniegelenk Mikroprozessor
©Ottobock.de

Bei Armprothesen mit Greiffunktion (im Gegensatz zu passiven Schmuckprothesen, die lediglich eine kosmetische Wirkung haben), die der menschlichen Hand nachempfunden sind (im Gegensatz zu funktionalen Greifern bzw. Hook-Prothesen), besteht die Außenhaut heutiger handelsüblicher Prothesen aus PVC, welches robuster ist und der Haut mehr ähnelt als andere Stoffe, wie Holz oder Leder-Stahlprothesen. Bei Beinprothesen wird auch häufig eine Kosmetik aus in Form des Körperteils geschliffenem Schaumstoff mit übergezogenem Kosmetikstrumpf verwendet.

Hand Armprothesen Otto Bock

©Ottobock.de

Die Kniegelenk-Unterschenkelkonstruktion besteht bei leichten Prothesen aus einem Rohrskelett. Dennoch kommen ältere Techniken noch zum Einsatz, in Abhängigkeit von der physischen und psychischen Befindlichkeit des Patienten. Nicht unberücksichtigt bei der Auswahl der Versorgung darf der Beruf des Patienten dabei bleiben, weil durch berufsspezifische Belastungen auch entsprechende Belastungen auf die Prothese einwirken können.

Provisorische Prothesen

Bevor eine dem Patienten angepasste Prothese ihre definitive Gestalt erhält, wird nach der Maßabnahme eine Prothese gebaut für den Zustand der Anprobe, um gegebenenfalls kleinere Änderungen durchführen zu können.

Außerdem gibt es die V.I.P. (Vakuum Interims Prothese) als eine sofort angelegte Hilfsprothese. Dieses erfolgt ausschließlich im Krankenhaus.

Oberschenkelprothese, Modularbauweise nach Oberschenkelamputation
©Bauerfeind.com

Einteilung

Prothesen
der unteren Extremität können in Fußprothesen für Amputationen und Exartikulationen unterhalb des Sprunggelenkes, in Unterschenkelprothesen für Amputationen unterhalb des Knies und Oberschenkelprothesen für Amputationen oberhalb des Knies, sowie für Exartikulationen des Knies unterschieden werden

Prothesen der oberen Extremität können in Oberarm- und Unterarmprothesen eingeteilt werden.

Nach dem Ersten Weltkrieg entwarf der deutsche Unternehmer Otto Bock Prothesen, die industriell hergestellt werden können. Er teilte die damaligen Holzprothesen in drei Baugruppen ein, die in der Werkstatt durch Orthopädietechniker zusammen gefügt und an dem Patienten individuell angepasst werden.

Quelle Wikipedia

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