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Carepoint Thum & Wilharm oHG, Sanitätshaus und Orthopädietechnik Hamburg
Muskulärer Schiefhals

Definition:
Schiefhaltung des Kopfes (Torticollis) mit ungleich-mäßigem Schädelwachstum und Gesichtsasymmetrie, infolge einseitiger, fixierter Verkürzung des M. sterno-cleidomastoideus, mit der hervorgerufenen Zwangs-haltung des Kopfes, mit Neigung zur erkrankten Seite und Rotation zur Gegenseite.

Endogen-angeboren oder exogen durch Zwangs-haltung in Utero (nicht erwiesen!) oder Geburtsver-letzung.

Therapie: operative Durchtrennung der Muskelinsertion möglichst gegen Ende des 1. Lebensjahres.

Schiefhals durch andere Ursachen:
ossär: knöchern angeborene Fehlbildung; erworben durch Traumen oder Entzündungen (Spondylitis) narbig: nach Verbrennungen oder Operationen
neurogen: bei schlaffen und spastischen Lähmungen
okulär: bei Augenmuskelstörungen (Schielen!)
arthrogen: bei chronischer Polyarthritis
rheumatisch: bei meist flüchtigen, entzündlichen Irritationen und Zervikalsyndrom
ferner habitueller und hysterischer Schiefhals.

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