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Morbus Bechterew (Spondylarthritis ankylopoetica)
Definition: Entzündlich-rheumatische Erkrankung mit bevorzugter Manifestation im Bereich der Wirbelsäule. Im Spätstadium typische Verknöcherung der gesamten Wirbelsäule = Bambusstabform. Versteifung in mehr oder weniger ausgeprägten Kyphose schreitet von kaudal nach kranial fort.
Schleichend oder schubweise ablaufende Systemerkrankung des Bindegewebes, die dem rheumatischen Formenkreis zugerechnet wird. Sie spielt sich vorwiegend am Band und Kapselapparat der Wirbelsäule, an den Bandscheiben und in den Kapseln der stammnahen Gelenke ab. Unter heftigen Schmerzen führt sie allmählich zu einer Sklerosierung der betroffenen Bindegewebsstrukturen und zu ihrer knöchernen Versteifung. Frühzeitig auch Umbauvorgänge mit Verödung der Iliosakralfugen. An der Wirbelsäule zunehmende Bänder- und Bandscheibenverknöcherung (Bambusstab!) unter kurzbogiger, arkuärer Kyphosierung der oberen BWS, in der LWS meist unter Abflachung.
Diagnose: phasenhafte Schmerzschübe, Erschütterungs-, Klopfschmerz besonders auch über Kreuz- ,Darmbein -Fugen. Einsteifung der Wirbelsäule (Schober Versuch!) und des Thorax (Messung der Atembreite)
Therapie: antirheumatisch, medikamentöse Therapie, physikalische Maßnahmen (Wärme!), Krankengymnastik. Keine starken Belastungen, erhöhte Fraktur-gefährdung. Operativ (gelegentlich) Aufrichtung hochgradiger Kyphosen durch Aufrichtungsosteotomie: Kolumnotomie und Spondylodese oder Arthroplastik eingesteifter Hüftgelenke
Merke: Das Hauptsymptom des Morbus Bechterew ist die Wirbelsäulenversteifung.
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