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Carepoint Thum & Wilharm oHG, Sanitätshaus und Orthopädietechnik Hamburg
Leitungsbahnen

Leitungsbahnen der oberen Extremität

Nerven

Der Plexus brachialis innerviert als Nervengeflecht Schultergürtel und Arm. Der untere Teil des Plexus brachialis läuft zusammen mit der A. subclavia durch die hintere Scalenuslücke, die von M. scalenus ant., M. scalenus medius und der ersten Rippe gebildet wird. Alle folgenden Nerven entspringen diesem Geflecht (Plexus).

Der Nervus axillaris zieht aus der Achselhöhle durch eine Lücke zwischen M. teres minor, M. teres major und Humerus (laterale Achsellücke) nach dorsal. Er innerviert:
M. teres minor
M. deltoideus
 
Der Nervus musculocutaneus weicht im oberen Drittel des Oberarms nach lateral aus und zieht zur Beugeseite des Ellenbogens. Er innerviert:
M. biceps brachii
M. brachialis
M. coracobrachialis
 
Der Nervus radialis innerviert die gesamte Streckmuskulatur. Der N. radialis zieht schraubenförmig hinter dem Humerus nach unten. Im Bereich des Caput radii unterteilt er sich in einen Ramus superficialis und einen Ramus profundus. Dieser Nerv ist bei einer Lähmung für eine Fallhand verantwortlich (schlaffes Herabhängen der Hand).
 
Der Nervus medianus verläuft auf der Arminnenseite zwischen N. radialis und N. ulnaris. Bei einer Lähmung spricht man von einer Schwurhand. Dieses bedeutet Ausfall der Fingerbeuger 1-3 und des Opponens des Daumens.
 
Der Nervus ulnaris verläuft auf der Seite der Ulna und ist bei einer Lähmung für eine Krallenhand verantwortlich. Dieses bedeutet eine starke Beugung der Mittel- und Endglieder des 4. u. 5. Fingers, Verlust des Spreizvermögens, Einsinken der Zwischenknochenräume am Handrücken und Streckung der Grundglieder.

Arterien

Die Gefäßversorgung des Armes stammt aus der A. subclavia. Sie zieht in einem Bogen hinter dem M. scalenus zur Achselhöhle (A. axillaris) und weiter zum Arm (A.brachialis) im Bereich des Unterarms spaltet sie sich in A. radialis und A. ulnaris. Die großen Leitungsbahnen liegen in der Regel an den Beugeseiten der Gelenke.

Venen

Die Venen begleiten im allgemeinen die Arterien und zwar meist in der Zweizahl. Die drei Gefäße werden von einer Bindegewebsscheide umhüllt, wodurch ein zusammenhängender Gefäßstrang entsteht. Die Venen des Handrückens verlaufen subkutan und fließen meist weiter in die V. cephalica.
Auf der volaren Handseite fehlt meist ein ausgedehntes subkutanes Venengeflecht. Das venöse Blut sowie auch die Lymphe strömen bevorzugt zum Handrücken ab. An der ulnaren Unterarmseite verläuft die V. basilica. In der Ellenbeuge existieren mehrfache Querverbindungen, die häufig für intravenöse Injektionen benutzt werden

Lymphgefäße

Die Lymphgefäße verlaufen oberflächlich am Arm meist zusammen mit anderen Gefäßen. In der Achselhöhle liegen die in die Lymphgefaäße integrierten Lymphknoten.. Bei Enfernung der Lymphknoten (häufig im Zusammenhang mit Brustkrebs) entstehen Schwierigkeiten mit dem Rückfluß der Lymphe.

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