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Korsette dienen entweder der Korrektur oder dem Stützen der Wirbelsäule.
Besonders im Bereich der Skoliose verfügen wir über einen reichen Erfahrungsschatz in der Versorgung mit sog. Chêneau-Korsetten von Kindern und Jugendlichen.
Als Chêneau-Korsett wird ein sog. aktives Inspirations-Derotations-Korsett bezeichnet, das als Orthese 1978 von Jaques Chêneau in die Behandlung der Skoliose eingeführt wurde.
Es wird bei Patienten angewendet, die sich im Wachstumsalter befinden und an einer progredienten, idiopathischen Skoliose mit einem COBB-Winkel von bis zu 45° leiden, wobei es nur zur Körperpflege abgenommen werden sollte. Grundsätzlich kann die Korrektur der Skoliose nur dann erreicht werden, wenn sie die dreidimensionale Verformung des Rumpfes ausgleicht, also die Verkürzung in vertikaler Richtung, die Seitenabweichung in transversaler Richtung und die Verdrehung um die Längstachse. In jeder dieser Richtungen ist die Wirbelsäule verdreht. Es muss also eine dreidimensionale Derotation der Wirbel vorgenommen werden.
Dies wird gewährleistet, indem das Chêneau-Korsett asymmetrisch gebaut ist und neben Druckzonen (Pelotten) auch Freiräume (Expansionszonen) bildet.
 Chêneau geht davon aus, dass die nicht von der skoliotischen Deformation betroffenen Körperteile eine „Referenzposition“ zu einem normal geformten Umriss desselben Umfangs haben. Somit wird beim Bau des Korsetts zunächst ein Gipsabdruck des Patienten angefertigt.
Daraus erstellt der Orthopädietechniker das Korsett mit 3 Druckpunkten, die als Mahnpunkte den Träger des Korsetts anregen, aktiv die Fehlhaltung auszugleichen. Deshalb macht auch nur die Kombination aus Korsettbehandlung und krankengymnastischer Übungsbehandlung einen Sinn. Becken und oberer Thoraxanteil werden fixiert. Dazwischen werden nach dem Dreipunktprinzip Druck und Entlastung so verteilt, dass daraus eine Derotationswirkung in allen drei Ebenen erfolgt.

Weiterhin gibt es verschiedene, vorgefertigte Hilfsmittel zur Korrektur der Skoliose, wie z.B. das Triac.
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