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Carepoint Thum & Wilharm oHG, Sanitätshaus und Orthopädietechnik Hamburg
Helmtherapie mit dynamischen Kopforthesen

PlagiozephalieDie Helmtherapie (Kopforthese)

Wenn Kinder mit deformierten Köpfen auf die Welt kommen oder sich der Schädel eines Neugeborenen asymmetrisch entwickelt, lautet die Diagnose oft "Plagiozephalie".
Kopfdeformitäten sollten vor Beendigung des ersten Lebensjahres korrigiert werden, da über die Langzeitfolgen bislang keine zuverlässigen Daten vorliegen, aber funktionelle Einschränkungen beschrieben sind.


Eine Helmtherapie ist bei ausgeprägten Formen sicher indiziert, um eine möglichst weitgehende Korrektur der Kopfform herbeizuführen.

Die Kopforthese wird von den kleinen Kindern sehr gut toleriert und führt zu keinerlei Beeinträchtigungen.

Helmtherapie mit KopfortheseWir empfehlen eine Helmanpassung ab dem 6. Lebensmonat.

Der Helm wird längstens 6 Monate getragen, um möglichst frühzeitig und rasch eine normale Kopfform wiederherzustellen.

Bei einer lagebedingten Kopfdeformität fällt eine Asymmetrie des Kopfes auf. Der Fachbegriff lautet Plagiozephalie (nichtsynostotische Kopfdeformität).
Seit den neunziger Jahren werden zur Vermeidung des plötzlichen Kindstod (SIDS) weltweit Empfehlungen der Rückenlagerung für Säuglinge ausgesprochen. Die SIDS-Fälle sind seitdem deutlich zurückgegangen. Die ständige Rückenlagerung hat jedoch in zunehmendem Maße Kopfdeformitäten verursacht, die sich meist durch eine Abflachung des Hinterkopfes äußern. Äußerliche Einflüsse, z.B. der Geburtsvorgang, Enge im Mutterleib bei Mehrlingsgeburt etc. können zu einer sehr frühzeitigen Kopfdeformität führen.

lagebedingte Plagiozephalie

Durch Umlagerungen und durch physiothera-   peutische Maßnahmen wird versucht, eine Verbesserung der Kopfbeweglichkeit
und der Form zu erzielen. Während sich die Mehrzahl der lagebedingten Plagiozephalien von alleine normalisieren, benötigen eine Minderheit einen Helm zur Korrektur.




Kraniosynostose:
Die Plagiozephalie (lagebedingte Abflachung des Kopfes) ist nicht zu verwechseln mit einer Kraniosynostose. Der Begriff der Kraniosynostose beschreibt einen frühzeitigen Verschluss der Schädelnähte, wie sie normalerweise erst nach Abschluss des größten Schädelwachstums
mit ca. 2 Jahren stattfindet. Die Kraniosynostose führt zu einem abnormen Wachstum des Kopfes und damit zu einer vergleichbaren Deformität. Die Kraniosynostose gehört zu den angeborenen Fehlbildungen und wird, ähnlich der lagebedingten Plagiozephalie, bereits im frühesten Kindesalter sichtbar. Die Kraniosynostose bedarf jedoch der operativen Korrektur.

Die Diagnose der Kraniosynostose als auch die der lagebedingten Plagiozephalie stützen sich im Wesentlichen auf die klinische Untersuchung. Eine Ultraschalluntersuchung sichert die Diagnose der Synostose und kann eine lagebedingte Fehlbildung des Kopfes sicher ausschließen. Eine strahlenbelastende Röntgenuntersuchung des Kindes ist damit nicht notwendig.
Gipsabdruck zur Erstellung des Gipsmodells

Die Helmtherapie

Zeitpunkt der Therapie:
Vor dem 6. Lebensmonat sollte eine Kopforthese nicht angewendet werden um die Hals- und Nackenmuskulatur Ein kleiner, zufriedener Patient mit Kopforthesenicht zu überfordern.



Nach dem 12. Lebensmonat wird der Effekt einer Kopforthese geringer, da der Schädelknochen an Festigkeit zunimmt.

Der ideale Zeitraum für die Helmtherapie liegt demnach zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat.




Anfertigung und Wirkungsweise:
Der Kopf wird durch den Helm nicht "in Form" gepresst. Der Helm bietet im Bereich der Deformität einen Freiraum, in den der Kopf OHNE DRUCK von außen hineinwächst und sich in seiner Form normalisiert. Helmtherapie, KopfortheseDie Anpassung erfolgt immer in enger Zusammenarbeit mit dem Arzt. Ist eine Kopforthese vom Arzt verordnet, so muss zunächst ein genaues Modell des Kopfes angefertigt werden. Das Gipsmodell wird weiter bearbeitet, so dass der Helm entsprechende Freiräume zum symmetrischen Wachstum bietet. Nach kurzer Eingewöhnungszeit wird der Helm dann ganztägig getragen. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine Passformkontrolle um gegebenenfalls Nachpassungen vorzunehmen.

 



Therapieverlauf:
Die Dauer der Therapie beträgt zwischen zwei und sechs Monaten. Der Helm kann mehrfach nachbearbeitet werden, und bedarf nur in wenigen Fällen einer zweiten Helmanfertigung. Der Helm wird von den Kindern problemlos vertragen und führt zu keinerlei Beeinträchtigungen. Probleme haben –wenn überhaupt– nur die Erwachsenen, denen der Anblick des Helmes im ersten Moment ein gewisses Unbehagen bereitet. Die Erfolge der Behandlung sind sehr gut und es stellt sich mitunter schon nach wenigen Wochen eine deutlich sichtbare Normalisierung ein.

seitliche Abflachung des Hinterhaupts
lagerungsbedingte, typische Schädeldeformität

lagerungsbedingte, typische Schädeldeformität

Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf
Link:
UKE homepage

 

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