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Carepoint Thum & Wilharm oHG, Sanitätshaus und Orthopädietechnik Hamburg
Fachausdrücke

Fachausdrücke

Beschreibungen

A

Abduktion

lat.: Abziehen, Abspreizen, v. d. Medianebene wegführen

Adduktion

lat.: heranführen, heranziehen, zur Medianebene hin

Adipositas, Obesitas

lat.: Fettsucht, Fettleibigkeit, übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe bzw. Zellen

Adoleszenz

engl. zeitlich nicht einheitlich definierter Lebensabschnitt zwischen (Beginn oder Ende) der Pubertät und dem Erwachsenenalter

Amphiarthrose

straffe Gelenke mit geringer Beweglichkeit z.B. Hand-, Fußwurzelknochen, ISG,...

Analgesie, Analgie,

gr.: algos = Schmerz

Analgetika / Anästhetika

schmerzstillende Mittel / schmerzunempfindliche Mittel

Anamnese

gr.: anamnesis = Erinnerung, Vorgeschichte des Kranken, soll Information über Patienten enthalten (Familien-, Persönliche-, Berufs- und Freizeitanamnese.

Anästhesie

gr.: anaisthesia = Unempfindlichkeit

Anatomie

gr.: anatemno = zerschneiden, die Anatomie ist die Lehre von dem Bau der Körperteile und die Kunst des Zergliederns

Angulus / anguläre Kyphose

lat.: Winkel / kurzbogig Kyphose, Spitzbuckel, Gibbus

Antagonist

Gegenwirker, Organe (Muskeln) oder Mittel von entgegengesetzter Wirkung z.B. ist der „Gegenspieler“ zum Bizeps der Trizeps

Anterior

vorderer, nach vorn gerichtet

Anteversion

vorschwingen, pendeln

Apophyse

Bereich zwischen Dia - und Epiphyse = Auswüchse für den Ansatz von Muskeln und Bändern

Arcus/Arkus/arkuäre Kypho.

lat.: Bogen / großbogige Kyphose, Rundbuckel

B

benigne Tumore

lat.: benignus = gutartig, gutartige Tumore (verdrängend)

Biomechanik

Niethard: Die Zusammenhänge zwischen mechanischer Belastung und den biologischen Reaktionen des Gewe-bes, und die ganzheitliche Betrachtung von Form und Funktion der Struktur des Stütz- und Bewegungsorgane.

brevis

kurz

C

caudal

steißwärts

Cobb/Lippmann, Ferguson/Risser

Maßmethoden zur definierten Dokumentation der Wirbel-säulenkrümmung (Skoliose)

Die Meßmethode nach Cobb ist die übliche Methode.

Columna

lat.: Säule, columna vertebralis = Wirbelsäule

Computertomographie, CT

Mehrere Röntgenaufnahmen, nicht auf einem Film, sondern auf einer Computermatrize, der PC erstellt ein Bild à Transversal – Tomographie = Rö – Schichtbild mit hoher Abbildungsqualität, die Strahlenexposition ist doppelt so hoch wie bei einer Rö – Übersichtsaufnahme!

cranial

kopfwärts

D

dexter

rechts

Diarthrosen

echte Gelenke, bewegliche Knochenverbindungen mit einem, zwei oder drei Freiheitsgraden

distal

zum Gliedmaßenende hin, (vom Rumpf weg = peripherwärts)

dorsal / dorsalis

rückenwärts / handrücken- oder fußrückenwärts

E

Extension

strecken

Externus

außen, äußere, nach außen gelegen

F

Fibrom, Fibroma

Bindegewebsgeschwulst, gutartig

Fibrosarkom

gr.: Fibra = hartes, lat.: Faser,

bindegewebsreiches Sarkom

Fixation

Feststellen, Ruhigstellung

Flexion, Flexum

beugen, gebeugt

Foramen

Loch

Frontalebene

parallel zur Stirnfläche

G

Gibbus

lat.: Buckel à spitzwinklige „Knickung“ (Scheitelpunkt) der WS in A-P, im Gegensatz ist die Kyphose eine „runde“ Verbiegung der WS (s. Kyphose)

H

Horizontal- / Transversalebene

parallel zum Boden verlaufende Ebene

hyper

über

Hyperextension

überstrecken

hypo

unter, Verminderung

Hypomochlion

gr.: mochlion =Hebel, Stemm.-Unterstützungspunkt

I

iatrogene Krankheiten

gr.: iatros = Arzt, genes = herstammend, vom Arzt verursacht

indifferent

wirkungslos, gleichgültig

inferior

weiter unten (bei aufrechter Körperhaltung)

Inklination

Inklinieren: Neigung zu etwas haben, zuneigen d.h. für die WS: vorwärtsbiegen, vorbiegen

inkongruent

nicht übereinstimmend

intermedius

dazwischen gelegen

internus

innen

isometrische Muskelarbeit

isometrische Muskelarbeit ist Arbeit ohne Bewegungen der Körperteile nur durch Anspannen und entspannen der Bereiche z.B. bei der Krankengymnastik

isotonische Muskelarbeit

isotonische Muskelarbeit mit Bewegung der Bereiche, z.B. M. biceps Training mit einer Hantel

K

kaudal

schwanzwärts

Kernspintomographie

(MR)

NMR = Nuclear Magnetic Resonance zur Weichteildar-stellung, durch ein starkes magnetisches Feld werden die Atomkerne im Körper angeregt ( Wasserstoffkerne haben eine höhere Signalkraft als z.B. signalarme Knochengewebe) und werden mit Hilfe eines Detektors computermäßig zu einem Bild verarbeitet.

Kinematik

die Lehre von der Beschreibung der Bewegung (ohne Kräfte)

kongenital

lat.: congenitus = angeboren

kongruent

deckungsgleich, übereinstimmend

konkav

nach innen gewölbt...Merke: Ist das Mädchen brav bleibt derBauch konkav!

kontrakt

zusammengezogen, verkrümmt

konvex

nach außen gewölbt.. Merke: Hat das Mädchen Sex, wird der Bauch konvex!

kranial auch mit „c“!

kopfwärts

Kyphose

gr.: kyphos = krumm, nach hinten gekrümmte WS, dorsal konvexe Verbiegung der WS in der Medianebene: BWS

L

Laségue - und Bragard – Zeichen (Ischialgie)

Ernest-Charles Laségue Arzt Paris 1816-1883

 

Wir sprechen vom positiven Laségue- Zeichen, wenn es zu einem Ischialgie – Nervendehnungsschmerz beim passiven Anheben des gestreckten Beines kommt. Heben wir das Bein nur so hoch, daß kein Schmerz entsteht, führen dann eine Dorsalextension des Fußes durch und erhalten eine Schmerzsymptomatik, so nennen wir dieses ein positives Bragard-Zeichen.

lateral

zur Seite hin, nach der Seite, seitlich

longus

lang

Lordose

gr.: lordos = vorwärts gekrümmt, nach ventral konvexe Verbiegung der WS in der Medianebene: HWS/LWS

M

maligne Tumore

lat.: malignus = bösärtig, bösärtig Tumore, neigen zu Rezidiven

medial

zur Mitte hin

Medianebene

Symmetrieebene durch die Mitte des Körpers, zu gleichen Teilen

medianus

in der Mitte gelegen

Michaelis-Raute

1798-1848 Kiel, Gyn.: die rautenförmige Fläche zwischen dem Dornfortsatz des letzten Lendenwirbels (Processus spinosus), den hinteren oberen Darmbeinstacheln (Spina iliaca post.superior) und dem Verbindungspunkt der Nates bzw. Rima Ani (Pofalte)

N

Nerven - Läsionen

Radikuläre Läsion = Ausfälle im Ausbreitungsgebiet einer Nervenwurzel (sensibel = Dermatom,
motorisch = Kennmuskel)

Plexusläsion = Ausfälle im Versorgungsgebiet mehrerer Nervenwurzeln

Periphere Nervenläsion = Ausfälle im Versorgungsgebiet des betroffenen Nerven

Neutralnullmethode

Meßmethode für die Befunddokumentation ,bei der alle Gelenkbewegungen von einer einheitlich definierten

0 – Stellung aus gemessen werden (aufrecht stehender Mensch mit herabhängenden Armen)

Nikolas Andry

1741 mit seinem Buch: „Vermeidung von Spätfolgen nach Haltungsschäden bei Kindern“ hingewiesen und den Begriff Orthopädie geprägt: Orthopädie: gr. orthos = gerade, pädiatrie = gr.pais, praidos =Kind, gr. iatreia = Heilkunst (Kinderheilkunde) „das gerade Kind“

O

obliquus

lat.: schief, schräg

Organ

gr.: organon = Werkzeug, aus Zellen und Gewebe zusammengesetzte Körperbestandteile, die eine Einheit mit bestimmter Funktion und Gestalt bilden

orthograd

gr.: lat. gradus Schritt, voranschreitend in der physiologischen Richtung, aufrecht

Orthopädie

Ist die Lehre von der Entstehung, Erkennung und Behandlung von angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen, Erkrankungen oder Fehlfunktionen des menschlichen Bewegungsapparates. (Die Orthopädie zielt immer auf die langfristige Problemlösung ab.)

P

palliative Behandlung

lindernde Behandlung, im Gegensatz zu heilender Behandlung

palmaris, palmar

handtellerwärts

Palpation / Palpieren

lat.: palpare = Untersuchung durch Betasten

Parese / Plegi

gr.: paresis = Erschlaffung = motorische Schwäche, unvollständige Lähmung / gr.: plege = Schlag; motorische Lähmung ganzer Gliedmaßen

Patient

lat.: patiens = leidend, ein Kranker, der ärztlich behandelt wird

Periost

Knochenhaut

plantaris, plantar

fußsohlenwärts

posterior

hinten, nach hinten gerichtet

Processus

Fortsatz

profundus

in der Tiefe gelegen

progredient

lat.: progrediens = fortschreitend, progressiv

Pronation

Einwärtsdrehung des Hand- bzw. des Fußaußenrandes Anhebung

proximal

rumpfwärts, körpernah

R

recurvatum

rückenwärts gekrümmt

Redression

frz.: redresser = berichtigen, konservative (unblutige) Therapie bei Deformitäten durch manuelle oder Apparate Korrektur und Überkorrektur mit anschließender Fixation durch Verbände oder Orthese

Reklination

lat.: reclinare = Rückwärtsbiegen / Zurückbiegen

Retention

lat.: Retentio = Zurückhaltung, Ruhigstellung in der richtigen oder korrigierten Stellung, z. B. als Teil der Knochenbruchbehandlung

Retroversion

Rückschwingen, pendeln

Risser – Zeichen

Skelettreife sichtbar an der Entwicklung der Darmbeinkammapophyse durch Röntgenbild Stadium 0-5

Röntgen

Elektromagnetische Wellen mit hohem Durchdringungs-vermögen, Darstellung der Knochen und Gelenke (keinen Knorpel) der Stütz- und Bewegungsorgane auf einem speziellen Röntgenfilm (als Bild).

Rotation

drehen, Drehung, Umdrehung

rudimentär

lat.: rudimentum, Trümmer verkümmert, Überreste

S

Sagittalebene, AP Ebene (anterior/posterior)

lat.: sagitta = der Pfeil, parallel zur Medianebene, Sagittalis = pfeilartig, in Richtung vorn        hinten = A-P

Sarkom

gr.: sarkoma = Fleischwulst

Schober/Ott – Zeichen

Schoberdient als Maß für die Entfaltbarkeit der Dornfort-sätze der Lendenwirbelsäule: Hautmarkierung S1 10cm kranial dann maximale Flexion und Reklination der WS

Ottdient als Maß für die Entfaltbarkeit der Dornfortsätze der Brustwirbelsäule: Hautmarkierung C7 30cm kaudal dann maximale Flexion und Reklination der WS

Werte dokumentieren

sinister

links

Skoliose

gr.: skolios = krumm für seitliche Verbiegung, seitliche Auskrümmung der WS mit Torsion bzw. Rotation der einzelnen WK und Fixation der WS – Abschnitte

superficialis

oberflächlich gelegen

superior, supra

weiter oben gelegen (bei aufrechter Körperhaltung), lat.: supra = oberhalb, über

Supination

Auswärtsdrehung der Hand bzw. des Fußes, Innenrand anheben

Synergisten

gleichsinnig (harmonisch) zusammenwirkende Organe, Muskeln

Synarthrose

unbewegliche Knochenverbindungen, Fugen unterteilt in: Synchondrosen, Syndesmosen, Synostosen

Im Gegensatz zu Amphiarthrosen und Diarthrosen, die beweglich sind.

Synchondrosen

Knorpelverbindung z.B.: Symphyse oder Faserknorpel der Bandscheiben

Syndesmosen

bandhafte Verbindungen von Knochen z.B.: Schädel-nähte, distales Ende zwischen Tibia und Fibula

Synostose

Feste knöcherne Verbindung zweier Knochen durch Knochensubstanz z.B.: beim Kreuzbein verknöchern die Zwischenwirbelscheiben der Sakralwirbel.

Szintigraphie

Darstellung von Stoffwechselaktivitäten durch i.V. Gabe radioaktiver Teilchen, die sich dann, je nach Beschaffenheit, vermehrt im Knochen oder in den Weichteilen ansammeln. Von einer Gammer – Kamera wird dann ein Bild aufgezeichnet, das diese Ansammlung sichtbar macht. (~ Rö-Strahlung)

T

Thomas Handgriff

Nachweis einer Hüftbeugekontraktur, im Liegen Flexion von Hüfte und Knie der Gegenseite unterstützt durch das Heranziehen des Beines an den Körper, zur Entlordosierung der LWS und maximale Streckung der betroffenen Hüfte.

Torsion

Verwindung, Verdrehen

transversus

quer

Trendelenburg – Zeichen

Friedrich Trendelenburg Chir. Berlin 1844-1924

Duchenne – Hinken

Guill. Duchenne Neur. Paris 1806-1875

Bei einem positiven Trendelenburg – Zeichen kippt das Becken im Einbeinstand zur gesunden Seite ab! Insuffizienz der Mm. glutaei medius et minimus. Beim Ge-hen entsteht durch das Ausbalancieren des Oberkörpers das sogenannte Duchenne – Hinken. Das Drehmoment in der Hüfte ist dann 0!

U

Ultraschall / Sonographie

lat.: sonus = Ton, Laut,  1. Sonographie = Impulsechover-fahren der Ultraschalldiagnostik als Bild (z.B. Hüftsono-graphie) und 2. Dauerschallverfahren = Doppler-Verfahren als Ton (z.B. für Herztöne und Gefäßuntersuchungen)

V

valgum, -ga, -gus

krumm nach innen gewölbt

varum, -ra, -rus

krumm nach außen gewölbt

ventral, ventralis

bauchwärts, zum Bauch gehörend, vorn

volar

zur Hohlhand hin

Z

Zelle

die kleinste aller Erscheinungsformen des Lebens, die sich selbst reproduzierenden Baueinheiten des Organismus

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